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Sonntag, den 21. Februar 2010 um 20:46 Uhr |
In 40 Jahren 102 137 km gesegelt - Bericht eines Fahrtenseglers
Von Christa und Dieter Harnisch
Alles fing zunächst mit einem Paddelboot an und ging seit 1958 mit einem „Pirat“ und dann mit einem 15er Jollenkreuzer weiter. 1959 die erste Fahrt zur Müritz durch Berlin, 1961 die zweite zur Müritz. Rückkehr 14Tage vor dem Mauerbau. Aber die Sehnsucht nach der Müritz blieb. 1964 zeichnete sich eine Möglichkeit ab, denn es gab ja noch die Oder. Man sagt zwar, das sei ein Abenteuer, aber wir wollten uns dem aussetzen. Zunächst unter Motor mit der „Nixe“, 1,25 PS, bis Wernsdorf, dann im Schlepp eines Schiffes bis Eisenhüttenstadt. Am nächsten Morgen folgte die Suche nach einem Grenzkommandanten zur Ausstellung eines Passierscheins (PM18) zum Befahren der Oder. Start gegen 10.00 Uh, 115 km bis Hohensaaten. Temperatur 30 Grad, Niedrigwasser. Übernachten vor der Schleuse. Am nächsten Tag Weiterfahrt bis zur Müritz.
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Sonntag, den 21. Februar 2010 um 18:50 Uhr |
Mit Jollenkreuzer SR 200 im Jahre 1990 erstmals in den Westen
Von Manfred Grube
Im ersten Jahr nach Öffnung der Mauer fragte sich natürlich jeder: „Wohin im Urlaub?“. Wir, also der Skipper Manfred Grube, Ralph Hössel (vom BTB) und Hendrik Ulbricht (Filius des ehemaligen Bürgermeisters von Köpenick) sind der Ansicht: Es muss gleich Hamburg und weiter sein. Die Bootsfrau Margit ist krankheitsbedingt nicht in der Lage, diese Tour mitzumachen. Am Sonntag, dem 08.0Juli 1990, fahren wir am Mittag vom Bootshaus „Daheim“ in Richtung Stadt. Da unter Motor zu fahren verboten ist, segeln wir und kreuzen am Abend vor dem Restaurant Zenner in Treptow. Liegeplatz für den Abend wird die Liebesinsel vor dem Rummelsburger See. Erinnerungen an die Jugendzeit werden wach. Hier begann ich 1952 mit dem Wassersport.
9. Juli Wecken um 5.30 Uhr, Abfahrt um 6.00 Uhr. Die Fahrt durch die Stadt ist etwas Neues für uns alle. Die Westberliner Seen werden natürlich abgesegelt. Auf der Havel bis Brandenburg müssen wir leider motoren. Nachdem wir den Breitling- und Plauer See verlassen hatten, suchen wir uns eine stille Ecke für die Nacht. Wir finden sie am Ufer der Havel nahe der Ortschaft Briest: Um 21.00 Uhr machen wir Feierabend. Das Wetter ist bisher gut, kein Regen und Temperaturen um 22 Grad.
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Sonntag, den 21. Februar 2010 um 19:36 Uhr |
Abenteuer Seesegeln
Von Peter Vogel
Auch wenn das Segeln auf den Binnenrevieren dominiert und die tragende Säule des Vereinslebens ist, haben in den zurückliegenden Jahren immer wieder einzelne Sportfreunde den Versuch unternommen, das Segelrevier in Richtung Küste auszuweiten. Der Reiz, mit den Boddengewässern und der deutschen Ostseeküste neue Segelreviere zu erschließen, ist bis heute ungebrochen.
In früheren Jahren setzten das zur Verfügung stehende Bootsmaterial vom Typ Jollenkreuzer sowie die aus heutiger Sicht bescheidenen Navigationshilfen und der fehlende regelmäßige Zugang zum Seewetterbericht dem Reiz des Seesegelns engere Grenzen und erhöhten das Risiko. Trotz dieser technischen Unzulänglichkeiten ist aus Gesprächen mit Zeitzeugen überliefert, dass die Vereinsmitglieder Hanni und Herbert Gerngroß, Else und Helmut Läger, Willi Holke und andere, die nicht mehr namentlich genannt werden können, mit viel Mut zum Risiko erste Schritte des Seesegelns gegangen sind und unbeschadet und mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen im Gepäck ihr Schiff im Heimathafen Schmöckwitz wieder festgemacht haben. Sie haben sich auch nicht vom rigiden Grenzregime der DDR abhalten lassen. So gesehen hat auch Seesegeln im Verein eine gewisse Tradition.
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Sonntag, den 21. Februar 2010 um 19:55 Uhr |
Fahrtensegeln alternativ – Reisen mit dem Trailerboot
Von Peter Krause
Nachdem wir mit unserem 20 qm-Jollenkreuzer - Baujahr 1956, Eiche, gebraucht gekauft – in den Jahren 1990 bis 1994 das heimische Dahmerevier, den Müggelsee und den Zeuthener See sowie auf längeren Urlaubsreisen den Scharmützelsee, die Müritz und den Werbellinsee kennengelernt hatten, waren wir uns sicher: wir wollen segeln, solange es unsere Kräfte und unsere Gesundheit erlauben - und das nicht nur vor der Haustür. Daraus ergab sich zwangsläufig der Wunsch nach einem für die Ostsee geeigneten Boot mit mehr Komfort. Zu dieser Zeit waren wir beide noch berufstätig und das in Jobs ohne geregelten Feierabend, so dass uns für längere Reisen auf eigenem Kiel nur der Urlaub zur Verfügung stand. Außerdem war diese Zeit wegen des Gartens und fehlender „Hobbyhausmeister“ für Haus und Hof auf maximal 4 Wochen begrenzt.
Aus unseren Langfahrten und auch aus Gesprächen mit Segelkameraden wussten wir, dass man z. B. für die Anfahrt zur Ostsee mit gelegtem Mast über Stettin etwa drei Tage braucht, wenn man es nicht zu hektisch angeht. Die gleiche Zeit ist für die Rückreise anzusetzen. Für die An- und Abreise wären also fast 25% unserer Zeit verbraucht. Bei entfernteren Zielen z.B. in Schweden oder Dänemark wäre diese Zeit noch erheblich länger, obwohl in diesem Fall die Reise ab Stettin unter Segeln stattfinden würde. Von erfahrenen Seglern wussten wir, dass man wegen des Wetterrisikos 1/3 der zur Verfügung stehenden Zeit für die Anreise und 2/3 der Zeit für die Rückreise einplanen sollte, wenn man zu einem festen Termin wieder zu Hause sein muss. Die oft gehörte Meinung, dass ja der Urlaub beginnt, wenn man das Boot am heimatlichen Steg abbindet, wollte uns nicht so richtig einleuchten und hat sich für uns nicht bestätigt, nachdem wir mehrmals den Oder-Havel-Kanal auf eigenem Kiel passiert haben.
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Sonntag, den 21. Februar 2010 um 20:31 Uhr |
Schwedenreise 2007
von Peter Vogel
Ein lang gehegter Wunsch des Skippers ist im zweiten Anlauf nach 2006 in Erfüllung gegangen. Wir haben am 29.06.07 Törehamn Position: N 65°54`07; E 22°39`00 und am 30.06.07 Haparanda Position N 65°45`30; E 23°54`10, die nördlichsten Punkte der Ostsee bzw. der Bottensee, auf eigenem Kiel erreicht.
Eine weite und lange Reise mit vielen neuen Eindrücken, Erlebnissen und Erfahrungen liegt hinter uns. Wesentliche Voraussetzungen für das erfolgreiche Gelingen des Törns waren vor allem geeignetes Wetter, starke Motivation, das Ziel erreichen zu wollen, eine zuverlässige und verständnisvolle Segelpartnerin sowie ein harmonisches Zusammenleben für längere Zeit auf relativ engem Raum, ein nach oben offener Zeitrahmen – der Status „Ruhestand“ macht es möglich -, weitgehend stabile Gesundheit, verantwortungsvolle Vorbereitung und Durchführung jeder Tagesetappe, d.h. Wetterbeobachtung, Reiseweg und Navigation mit dem Restrisiko dieser „langsamsten, teuersten und unbequemsten Art zu reisen“ leben zu können. Hier kommt uns zugute, dass wir uns nunmehr auf elf Jahre Seesegelerfahrung stützen können und den Radius von der Dänischen Südsee über Kategatt, Skagerrak, Nördliche Ostsee und Bottensee von Jahr zu Jahr systematisch ausgeweitet haben.
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